Sarit Lichtenstein-Alter wurde 1961 in Mexiko City geboren und ist dort aufgewachsen. Als Jugendliche war sie tief beeindruckt von den Gemälden von David Alfaro Siqueiros und Frida Kahlo, aber auch von moderner europäischer und amerikanischer Malerei, wie beispielsweise Jackson Pollock. Ihre Ausbildung als Malerin und Bildhauerin absolvierte sie an renommierten Hochschulen auf drei Kontinenten:

1980 – 1984    Instituto Nacional de Bellas Artes, Mexico City
1984 – 1986    Istituto Europeo di Design, Rom, Italien
1988 – 1990    Bezalel Art Academy, Jerusalem, Israel

Ihre erste Einzelausstellung „Number A“ fand 1989 in Jerusalem Artist House statt. Im selben Jahr wurde sie von der Japan Design Foundation, Osaka mit einem Preis in einem Wettbewerb bedacht, bei dem es darum ging, die Elemente darzustellen; ihr Bild „Fire-Feuer“ überzeugte die Jury.

Seit dem Abschluss ihres Studiums ist sie Mitglied der Painters and Sculptors Association Israel und gibt ihr Wissen seitdem in Theorie und Praxis an Schüler und Schülerinnen jeden Alters weiter. Schon damals hat sie den Schritt von der Lernenden zur Lehrenden vollzogen, bildet sich jedoch weiterhin kontinuierlich auch selbst fort, vertieft und erweitert ihre Fachkenntnisse durch ihre aktive Beteiligung an Seminaren in Museen und Ateliers.

Zeitweise – 1990/91 – lebte sie in der Schweiz, im Kanton Glarus, stellte dort ihre Bilder unter den Titeln „Imaginär 1“ und „Imaginär 2“ aus und entwickelte für die Fassade der Kunsthausstube Eintracht in einem Gasthaus in Schwändi/Kanton Glarus eine stilisierte Lotusblüte, die zum Symbol des Restaurants wurde.

Seit 1991 lebt und arbeitet sie in Deutschland, stellte ihre Bilder u.a. in Mannheim und Dinkelsbühl, aber auch in Mexiko City aus, und war 1997 wieder – diesmal mit „Print-works“ – an einer Gruppenausstellung in Osaka, Japan, beteiligt, bei der 8. International Exhibition Contemporary Art. 1998 erhielt sie einen Preis des Centro Cultural – Casa Lamm –, Mexiko City, für ihr Ölgemälde „Wassermelonen“.

Ihre Bilder entstehen in einer freien Malweise, die dem von Jackson Pollock entwickelten „Dripping“ nahesteht. Sarit Lichtenstein-Alter spricht von „Action Painting“ (Aktionsmalerei), womit sie den Entstehungsprozess als eine aktive, spontane und kurzlebige Aktion bezeichnet. Die Farbe steht deutlich im Vordergrund. Sie nutzt die Grundfarben Rot, neben Gelb und Blau, die unvermischt auf die Leinwand aufgetragen werden. Um Kontraste herauszuarbeiten, setzt sie Komplementärfarben ein, wodurch Räumlichkeit und Tiefe in ihren Bildern entsteht. Hinzu kommen die Techniken der Radierung und der Monotypie.

Ihr Werk ist oftmals heiter und voller Lebensfreude, selbst wenn es melancholisch oder nachdenklich stimmt. In ihrem Oeuvre verschmelzen grafische und malerische Elemente ineinander. Besonders deutlich wird dies bei ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Wort bzw. der Sprache, die sie mal konkret, mal metaphorisch interpretiert. Dem Thema widmete sie eine ganze Serie von Radierungen und Gemälde.

Im Jahr 2007 hat die Künstlerin an einem Seminar in der Fundació Pilar i Joan Miró über Image und Text in Palma de Mallorca, Spanien, teilgenommen und mit Künstlern und Künstlerinnen aus verschiedenen Ländern ein Artist-Book kreiert. Seit 2008 ist sie Mitglied der Asociación de la Plástica de Garza García, A.C., Monterrey Nuevo León, México.

2009 entstand ihre Serie „Circle of  Independence“, die aus 19 Arbeiten (Aquarell/Mischtechnik) besteht und vermittelt, welche Faktoren – beispielsweise „Love“, „Tolerance“ oder „Hope“ – zur Unabhängigkeit eines Menschen gehören. 

2008 – 2010 war Sarit Lichtenstein-Alter Projektleiterin und Kuratorin für das Projekt „México Contemporáneo“, das im Zeichen des 200-jährigen Jubiläums der Unabhängigkeit Mexikos stand und gemeinsam mit dem Consulado General de México in Frankfurt am Main realisiert wurde. Zeitgenössische mexikanische Künstler und Künstlerinnen wurden in Europa präsentiert, um den kulturellen Austausch zu fördern und eine Kooperation von Kontinent zu Kontinent zu erleichtern.

2011 war Sarit Lichtenstein eingeladen um sich an der VIII. Biennale Zeitgenössischer Kunst in Florenz, Italien zu beteiligen um ihre Serie „Circle of Independence“ zu präsentieren.

2014 war Sarit Lichtenstein von Keren Kayemeth LeIsrael Jüdischer Nationalfonds e. V. eingeladen ein Bild zu Ehren der 66 jährigen Unabhängigkeit des Staates Israel zu malen. Dieses Bild wurde in einer limitierten Edition als Farblithographie gedruckt.

Ihr Engagement als Künstlerin ist eng verbunden mit ihrem Einsatz für Benachteiligte, und daher fördert sie soziale Projekte, wie Komen Deutschland e.V. Verein für die Heilung von Brustkrebs.

Seit vielen Jahren werden Sarit Lichtenstein-Alters Werke von Kunstsammlern aus aller Welt erworben.

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